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FG Angew. Geophysik - Testfeld NauenLage und Geologie

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Lage und Geologie

Geographische Lage

Die Lage des Testfelds auf einem Ausschnitt aus der Topographischen Karte 1:50000
Die Lage des Testfelds auf einem Ausschnitt aus der Topographischen Karte 1:50000
Lupe

Das Testfeld befindet sich nordöstlich von Berlin, im Landkreis Havelland, ca. 20km westlich der Kreisstadt Nauen in der Nähe der Ortschaft Barnewitz.

Das Meßfeld, in einer Größe von ca. 60000m2, besteht überwiegend aus einem unbewirtschafteten Wiese und ist im Süden und Osten von Wäldern, im Norden von Ackerland umgeben.

Die Topographie des Testfeldes ist weitgehend flach mit geringen Unebenheiten.

 

 
 

 

 

 

Lokale und regionale Geologie

Die Geologie Brandenburgs wird fast ausschließlich von quartären Sedimenten gebildet. Im Gebiet westlich von Berlin gab es mindestens drei große Perioden mit Eisvorstößen während der letzten 670 000 Jahre, ältere sind nicht nachgewiesen. Der präquartäre Untergrund entspricht dem östlichen Ausläufer der norddeutschen Senke, mit variszisch angelegtem Blockbau und mesozoischen Schelfsedimenten.  Die heutigen Strukturen und Morphologie wird jedoch von der letzten Weichsel-Eiszeit vor 16 - 20000 Jahren dominiert. Sie hinterließ glaziale Sedimente und Oberflächenformen mit geringem Relief.

Das Gebiet westlich und nördlich Berlins ist auffällig gegliedert in flachwellige Platten / Inseln und teilweise wassergefüllte Niederungen. Talsande und -kiese bilden den Sedimenteintrag in den ausgefüllten morphologischen Senken. Das Testgebiet liegt am Südrand der Nauener Platte. Der erkennbare Übergang von anstehendem Geschiebemergel im Norden zu sandigem Material im Süden der ausgewählten Fläche lässt auf glaziofluviatile Sedimente in glazial angelegten Niederungen schließen. Die Eigenschaften der Talsande bieten einem guten Aquifer mit Geschiebemergel als Basis.

Lokale Hydrogeologie

Hydrogeologische Modell entlang des Hauptprofils
Hydrogeologische Modell entlang des Hauptprofils
Lupe

Der Untergrund des Testfeldes ist gekennzeichnet durch einen ca. 15m mächtigen oberflächennahen Aquifer, der im Liegenden durch eine etwa 10m mächtige Geschiebemergelschicht begrenzt wird. Unter diesem oberen Stauerhorizont (Aquiclude), der im Norden des Testfeldes an der Oberfläche ausstreicht, folgen 2 weitere durch Feinsand-Grobschluff-Wechsellagerungen getrennte Aquifere.

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