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TU Berlin

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Erstellen der Forschungsbohrung im Januar 2001
Erstellen der Forschungsbohrung im Januar 2001
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In den letzten Jahren wurde vom Fachgebiet Angewandte Geophysik der TU Berlin gemeinsam mit dem Referat Geophysikalische Methoden für das Ressourcenmanagement der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei Nauen, nordwestlich von Berlin, ein hydrogeophysikalisches Testfeld angelegt. Einfache geologische und bereits weitgehend bekannte hydrogeologische Verhältnisse bieten eine sehr gute Grundlage für den Test geophysikalischer Verfahren. Der Untergrund des Testfeldes ist gekennzeichnet durch einen ca. 15 m mächtigen oberflächennahen Aquifer, der im Liegenden durch eine etwa 10 m mächtige Geschiebemergelschicht begrenzt wird. Unter diesem oberen Stauerhorizont (Aquiclude), der im Norden des Testfeldes an der Oberfläche ausstreicht, folgen 2 weitere durch Feinsand-Grobschluff-Wechsellagerungen getrennte Aquifere.

An diesem Standort wurden bisher folgende geophysikalische Messungen durchgeführt: Georadar, 2-D und 1-D Geoelektrik, 1-D Spektrale Induzierte Polarisation (SIP), Reflexions- und Refraktionsseismik, Oberflächen Nuklear Magnetische Resonanz (SNMR), Zeitbereichs-Elektromagnetik (TDEM), Frequenzbereichs-Elektromagnetik (FDEM), Elektrokinetische Sondierung (EKS). Für Kalibrierungszwecke steht eine durchgehend gekernte 60 m-Bohrung zur Verfügung, die mit mehreren Verfahren bohrlochgeophysikalisch vermessen wurde.

Zur Ergänzung der Feldmessungen erfolgen intensive Laboruntersuchungen an den gewonnen Kernproben. Besonderes Augenmerk galt dabei den petrophysikalischen Messungen zur Bestimmung von Dichte und spezifischer innerer Oberfläche, sowie der Labor NMR zur Ermittlung von Porosität und der Bestimmung der petrophysikalischen Kennwerte durch Spektrale Induzierte Polarisation. Mit den gewonnenen Daten soll eine Abgrenzung der einzelnen Schichten hinsichtlich hydraulischer und petrophysikalischer Parameter erfolgen.

Durch den Vergleich der im Labor gewonnen Kennwerte mit den Bohrlochlogs und den Daten der oberflächengeophysikalischen Messungen soll unersucht werden, inwieweit die Bestimmung hydrogeophysikalisch relevante Parameter wie Porosität, hydraulische Leitfähigkeit, bzw. Wassergehalt und Sättigungsgrad durch eine geeignete Kombination verschiedener Meßmethoden optimiert werden kann.

Das Testfeld Nauen steht zukünftig allen interessierten Fachkollegen für Testmessungen, auch im Rahmen internationaler Kooperation, zur Verfügung.

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Martina Braun
+49 (0)30 314-72642
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